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Akustikbau

Akustikdecke Preis pro m2: Was kostet eine Akustikdecke? [2026]

Kathrina Haunfelder
Verfasst von Kathrina Haunfelder
Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2026
Lesedauer: 13 Minuten
© Juan Ignacio Rodríguez Moronta / istockphoto.com

Akustikdecken kommen überall dort zum Einsatz, wo eine angenehme Raumakustik und eine bessere Sprachverständlichkeit gefragt sind. Schallabsorbierende Deckensysteme reduzieren den reflektierten Schall und verkürzen dadurch die Nachhallzeit, etwa in Besprechungsräumen, Hörsälen, Tonstudios oder privaten Wohnräumen. Welche Wirkung eine Akustikdecke erzielt, hängt unter anderem vom Material, der Ausführung und den akustischen Gegebenheiten im Raum ab. Entsprechend unterscheiden sich auch die Kosten pro Quadratmeter je nach Deckensystem, Raumgröße und Montageaufwand.

Alles auf einen Blick:

  • Akustikdecken reduzieren durch schallabsorbierende Elemente wie Deckenplatten oder Deckensegel die Nachhallzeit und verbessern die Raumakustik.
  • Die Materialkosten für eine standardmäßige Akustikdecke liegen meist bei 10 bis 65 Euro pro Quadratmeter, hochwertige Ausführungen können bis zu 300 Euro pro Quadratmeter kosten.
  • Mineralfaserplatten zählen zu den günstigeren Akustiksystemen, während gelochte Gipskartondecken meist im mittleren bis höheren Preisbereich liegen.
  • Die Gesamtkosten setzen sich vor allem aus den Kosten für Deckenplatten, Unterkonstruktion, Dämmauflage und Montage zusammen.
  • Raumgröße, Deckenhöhe und zusätzliche Einbauten wie Leuchten, Revisionsklappen oder Lüftungselemente können die Gesamtkosten erhöhen.
  • Unter den Voraussetzungen des § 35a EStG lassen sich Handwerkerkosten bis zum festgelegten Höchstbetrag steuerlich geltend machen.

Was kostet eine Akustikdecke pro Quadratmeter?

KostenpositionPreisspanne 2026Info
Akustikplatten aus Mineralfaser10 bis 45 Euro pro Quadratmeter
  • Preis abhängig von Kante und Format
  • Schallabsorptionsgrad beeinflusst den Preis
  • Feuchte- und Brandschutzklasse können die Kosten erhöhen
Lochgipsplatten mit Akustikvlies20 bis 55 Euro pro Quadratmeter
  • perforierte Gipsplatten mit Akustikvlies
  • Unterkonstruktion und Oberflächenbearbeitung nicht enthalten
Holzlamellen-Akustikpaneele30 bis 100 Euro pro Quadratmeter
  • Ausführungen aus MDF, Furnier oder PET-Filz
  • häufig für Wohnräume und repräsentative Bereiche
Holzwolle-Akustikplatten25 bis 65 Euro pro Quadratmeter
  • Standardplatten mit grober bis mittlerer Holzwollestruktur
  • Sonderfarben, spezielle Kanten, Beschichtung, Format und Plattenstärke sowie Brand- und Feuchteschutz erhöhen die Kosten
Echtholz-, Design- und Maßpaneele100 bis 300 Euro pro Quadratmeter und mehr
  • Echtholzfurnier oder Massivholz
  • Sondermaße und gebogene Elemente möglich
  • Projektbezogene Fertigung erhöht den Preis
Unterkonstruktion und Abhängung8 bis 25 Euro pro Quadratmeter
  • Profile oder T-Schienen
  • Abhänger, Randwinkel und Verbinder
  • Befestigungsmittel
akustisch wirksame Dämmstoffauflage6 bis 20 Euro pro Quadratmeter
  • meist 40 bis 100 Millimeter Mineralwolle oder vergleichbares Material
  • nicht mit einer hochwertigen Schalldämmlösung gleichzusetzen
zusätzliches Akustikvlies, Dichtungen und Kleinmaterial3 bis 12 Euro pro Quadratmeter
  • je nach Deckensystem erforderlich
  • häufig bei Lochgipsdecken, Paneelen und Systemdecken
Spachteln, Schleifen und Beschichten15 bis 45 Euro pro Quadratmeter
  • besonders bei fugenlosen Lochgipsdecken relevant
  • Preis abhängig von Qualitätsstufe und Beschichtung
fachgerechte Montage30 bis 90 Euro pro Quadratmeter
  • Ausmessen und Zuschnitt
  • Montage und Ausrichtung
  • übliche Baustelleneinrichtung
Leuchtenausschnitte, Revisionsklappen und Lüftungsauslässe15 bis 80 Euro je Ausschnitt bzw. Einbauteil
  • nicht pauschal auf den Quadratmeterpreis umlegbar

Die genannten Preise geben nur eine erste Orientierung. Ein Fachbetrieb kann die individuellen, akustischen Anforderungen prüfen und Ihnen ein Angebot erstellen, das genau auf Ihr Projekt abgestimmt ist.

Wie setzen sich die Kosten einer Akustikdecke zusammen?

Die Kosten einer Akustikdecke verteilen sich im Wesentlichen auf Material und Arbeitsleistung. Zu den Materialkosten gehören die sichtbaren Deckenplatten, die Unterkonstruktion und je nach System eine zusätzliche Dämmauflage. Die Montage umfasst unter anderem das Ausmessen, den Zuschnitt, die Befestigung und die Ausrichtung der Deckenelemente. Bei fugenlosen Systemen können außerdem Arbeiten wie Spachteln, Schleifen und Grundieren hinzukommen. Wie viel eine Akustikdecke letztlich kostet, hängt daher von eine Reihe von unrterschiedlichen Faktoren ab. 


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Welche Faktoren beeinflussen den Preis einer Akustikdecke?

  • Deckensystem
  • Unterkonstruktion und Dämmauflage
  • Material und Schallabsorptionsklasse
  • Zustand der Rohdecke
  • Einbau- und Zusatztechnik
  • Arbeitskosten

Deckensystem

Ganz gleich ob Deckenplatten, Rasterdecke, gelochte Gipskartondecke, Holzwolle-Akustikplatten, Holzlamellendecke oder freihängende Deckensegel zum Einsatz kommen, beeinflusst die Kosten wesentlich. Deckensegel werden dabei mit Abstand zur Rohdecke oder Decke abgehängt und absorbieren Schall gezielt im Raum. Die Systeme unterscheiden sich zudem beim Materialpreis und Montageaufwand.

Unterkonstruktion und Dämmauflage

Je nach Deckensystem kommen unterschiedliche Unterkonstruktionen aus Profilen, T-Schienen und Abhängern zum Einsatz. Zusätzlich kann eine Dämmstoffauflage aus Mineralwolle oder einem vergleichbaren Absorber erforderlich sein. Materialstärke und Ausführung beeinflussen dabei die Kosten.

Material und Schallabsorptionsklasse

Mineralfaser, Gipskarton, Holzwolle, Holz und spezielle Akustikpaneele unterscheiden sich bei Materialkosten und akustischer Wirksamkeit. Zusätzlich spielt, wie bei Schallschutztüren auch, die gewünschte Schallabsorptionsklasse eine Rolle. Sie beschreibt, wie gut ein Material auftreffenden Schall absorbiert und damit zur Verbesserung der Raumakustik beiträgt. Je höher die Anforderungen an die akustische Wirkung sind, desto aufwendiger kann der Aufbau ausfallen.

Zustand der Rohdecke

Der Zustand der Rohdecke ist relevant, da Unebenheiten oder notwendige Vorarbeiten den Aufwand erhöhen können.

Einbau- und Zusatztechnik

Einbauleuchten, Revisionsklappen und Lüftungsauslässe müssen bei der Planung der Akustikdecke berücksichtigt werden. Die erforderlichen Ausschnitte und Anpassungsarbeiten verursachen zusätzliche Kosten, die insbesondere bei vielen Einbauteilen ins Gewicht fallen können.

Arbeitskosten

Neben dem Material machen die Arbeitskosten einen wesentlichen Teil der Gesamtkosten aus. Bei Akustikdecken im Trockenbau hängen diese unter anderem vom regionalen Stundenlohn, der Komplexität der Montage und auch vom Aufwand bei der Baustelleneinrichtung ab. Auch zusätzliche Arbeiten für eine akustisch wirksame Ausführung sowie Anlieferung und Materialtransport können die Kosten erhöhen.

Wie wirken sich Raumgröße und Deckenhöhe auf die Kosten aus?

Raumgröße und Deckenhöhe beeinflussen die Kosten einer Akustikdecke vor allem durch den Montageaufwand. Bei großen, rechteckigen Flächen ist der Preis pro Quadratmeter oft günstiger, weil sich Anfahrt, Baustelleneinrichtung und Verschnitt auf mehr Fläche verteilen. Kleine Räume und Flure sowie viele Ecken, Nischen und individuelle Zuschnitte können dagegen durch Mindestpauschalen oder einen höheren Montageaufwand teurer werden. Mit zunehmender Abhängehöhe steigen sowohl der Materialbedarf als auch der Zeitaufwand für die Montage. Bei hohen Decken kommen häufig zusätzliche Kosten für Gerüste oder Arbeitsbühnen hinzu. Auch der Zustand und die Zugänglichkeit der Rohdecke spielen eine Rolle, da unebene oder schwer erreichbare Flächen weitere Ausgleichs- und Befestigungsarbeiten erfordern können.



Was kostet eine Akustikdecke inklusive Montage?

Die Kosten für Material, Unterkonstruktion und Montage einer Akustikdecke liegen je nach Ausführung bei etwa 50 bis 160 Euro pro Quadratmeter. Zusätzliche Leistungen wie eine Dämmstoffauflage oder eine aufwendige Oberflächenbearbeitung können den Gesamtpreis erhöhen. Bei hochwertigen Echtholz-, Design- und Maßpaneelen liegen die Materialkosten zudem deutlich höher.

Beispielrechnung: 15 Quadratmeter Akustikdecke aus Mineralfaserplatten

PositionKosten
Akustikplatten aus Mineralfaser420 Euro
Unterkonstruktion und Abhängung255 Euro
Montage und Arbeitskosten900 Euro
Gesamtkosten1.575 Euro

Wie unterscheiden sich die Preise verschiedener Akustikdecken-Systeme?

DeckensystemEigenschaftentypischer EinsatzGesamtkosten inkl. Material und Montage
Rasterdecke mit Mineralfaserplatten
  • eingelegte Mineralfaserplatten in sichtbarer Metall-Unterkonstruktion
  • einzelne Platten sind herausnehmbar, daher gute Zugänglichkeit zu Leitungen und Installationen
  • je nach Produkt gute bis sehr gute Schallabsorption
  • Büro
  • Flur
  • Praxis
  • Schule
  • Hobbyraum
  • Gewerbe- und Technikräume
55 bis 100 Euro pro Quadratmeter
Akustikpaneele aus Holzlamellen
  • Serienausführung
  • Lamellen aus MDF, Furnier oder Echtholz auf Akustikfilz bzw. Träger
  • warme Holzoptik
  • häufig nur als Akzent- oder Teilfläche montiert
  • Wirkung hängt von Hinterlegung und Montageabstand ab
  • Wohnraum
  • Homeoffice
  • Besprechungsraum
  • Gastronomie und Akzentflächen
70 bis 160 Euro pro Quadratmeter
Akustikdecke aus Holzwolle
  • Serienausführung
  • sichtbare, offenporige und robuste Struktur aus zementgebundener Holzwolle
  • naturfarben, weiß oder farbig möglich
  • direkt montiert oder abgehängt ausführbar
  • Schule
  • Kita
  • Sporthalle
  • Besprechungsraum
  • Gastronomie
  • Büro und Mehrzweckraum
80 bis 150 Euro pro Quadratmeter
gelochte Gipskarton-Akustikdecke
  • perforierte Gipskartonplatten mit Akustikvlies
  • fugenlos verspachtelt und meist beschichtet
  • geschlossene, ruhige Deckenoptik
  • Deckenhohlraum nur über geplante Revisionsöffnungen zugänglich
  • Wohnraum
  • Homeoffice
  • Praxis
  • Besprechungsraum
  • Foyer
  • repräsentative Räume
95 bis 190 Euro pro Quadratmeter
Perforierte Gipskarton-Akustikdecke mit integrierten Rasterleuchten und Deckenkassetten-Klimagerät.
Gelochte Akustikdecken kommen häufig in öffentlichen und gewerblich genutzten Räumen zum Einsatz © ballykdy / istockphoto.com

Was kostet eine Rasterdecke mit Akustikplatten? 

PositionKosten
Akustikplatten aus Mineralfaser (20 Quadratmeter)550 Euro
Unterkonstruktion und Abhängung330 Euro
Montage und Arbeitskosten1.200 Euro
Gesamtkosten2.080 Euro


Was kostet eine gelochte Gipskarton-Akustikdecke?

PositionKosten
Lochgipsplatten mit Akustikvlies (20 Quadratmeter)750 Euro
Unterkonstruktion und Abhängung330 Euro
akustische Dämmstoffauflage260 Euro
Montage und Arbeitskosten1.200 Euro
Gesamtkosten2.540 Euro

Was kostet eine Akustikdecke aus Holzlamellen?

PositionKosten
hochwertige Holzlamellen-Akustikpaneele (25 Quadratmeter in einem Besprechungsraum)1.625 Euro
Unterkonstruktion und Abhängung410 Euro
Montage und Arbeitskosten1.500 Euro
Gesamtkosten3.535 Euro

Was kostet eine Akustikdecke aus Holzwolle?

PositionKosten
Holzwolle-Akustikplatten (25 Quadratmeter)1.625 Euro
Unterkonstruktion und Abhängung425 Euro
Montage und Arbeitskosten825 Euro
Gesamtkosten2.875 Euro


Welche Zusatzkosten entstehen beim Einbau einer Akustikdecke?

  • Einbau von Beleuchtung und Leuchten
  • Integration von Lüftungsauslässen und Revisionsklappen
  • Demontage und fachgerechte Entsorgung der alten Decke
  • Anpassung der Wandanschlüsse
  • Aussparungen für Rohre, Leitungen und Träger
  • zusätzlicher Anpassungsaufwand bei schrägen Wänden oder Decken

Lassen Sie sich am besten von einem Fachbetrieb ein Angebot für Ihre individuelle akustische Deckenfläche erstellen, in dem alle Zusatzleistungen einzeln aufgeführt und die jeweiligen Kosten für Sie transparent und nachvollziehbar ausgewiesen sind.

Was kostet die Beleuchtung für eine Akustikdecke?

BeleuchtungMaterialkosten pro Stück
Einbaustrahler, Standard LED15 bis 60 Euro
Einbaustrahler, hochwertig oder dimmbar60 bis 180 Euro

Was kosten Revisionsklappen für eine Akustikdecke?

RevisionsklappeMaterialkosten pro Stück
Standard (200 × 200 bis 400 × 400 mm)25 bis 80 Euro
Lochgips- oder Akustikdecke90 bis 190 Euro
Klappe mit höheren Brand-, Rauch- oder Luftdichtheitsanforderung140 bis 260 Euro und mehr

Bei systemgleichen Revisionsklappen müssen Lochbild, Akustikvlies und Oberflächenbild zur jeweiligen Akustikdecke passen. Ausführungen mit Brand-, Rauch- oder Luftdichtheitsanforderungen sind entsprechend teurer.

Was kosten Lüftungseinbauten bei Akustikdecken?

LüftungseinbauMaterialkosten pro Stück
einfaches Zu- oder Abluftventil5 bis 45 Euro
Zu- oder Abluftventil (Designvariante)35 bis 130 Euro
Deckenlüftungsgitter oder kleiner Drallauslass25 bis 90 Euro
Drallauslass für Rasterdecke (600 × 600 mm)50 bis 100 Euro

Der Materialpreis für Lüftungseinbauten richtet sich nach der Ausführung, der Größe und dem verwendeten Material. Dazu gehören beispielsweise Drallauslässe, die die Zuluft wirbelförmig in den Raum einbringen und dadurch eine gleichmäßige Luftverteilung unterstützen.

Lohnt sich eine Akustikdecke gegenüber einer normalen abgehängten Decke?

Eine Akustikdecke lohnt sich, wenn eine bessere Raumakustik gewünscht ist. Sie reduziert den Nachhall im Raum und verbessert dadurch die Sprachverständlichkeit. Welche akustische Lösung sinnvoll ist, hängt von den Anforderungen an den Raum, der gewünschten akustischen Wirkung und dem verfügbaren Budget ab. In gewerblich und öffentlich genutzten Räumen sind zudem die geltenden bauphysikalischen und arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen zu berücksichtigen.

Wann lohnt sich eine Akustikdecke trotz höherer Anschaffungskosten?

Der höhere Preis lässt sich vor allem dann begründen, wenn eine abgestimmte Akustik im Raum einen konkreten Mehrwert bietet. Besonders in Büros, Besprechungsräumen oder Praxen zahlt sich die Investition aus, um effektiv eine entsprechend ruhige Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Zusätzlich sind in solchen gewerblich genutzten Räumen die Anforderungen an die Raumakustik gemäß der Arbeitsstättenregelung ASR A3.7 und der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm TA Lärm zu berücksichtigen. Auch in offenen Wohnbereichen kann eine schallabsorbierende Decke den Geräuschpegel angenehmer machen. Bei der Planung von Schallschutz im Trockenbau sind zudem auch die Anforderungen der DIN 4109 zu beachten. Diese Norm regelt den Schallschutz im Hochbau. [1] Entscheidend ist daher, ob die akustische Verbesserung im Verhältnis zu den zusätzlichen Investitionskosten einen entsprechenden Mehrwert für den Raum bietet.

Wie kann man bei einer Akustikdecke Kosten sparen?

  • passendes Deckensystem wählen: Eine Rasterdecke ist meist günstiger als eine fugenlos verspachtelte Gipskartondecke, da Fugen und Oberflächenbearbeitung entfallen. Wählen Sie stets eine Schalldämmung für Ihre Decke, die den Anforderungen an die Raumakustik und die Raumnutzung entspricht.
  • Standardformate verwenden: Entscheiden Sie sich möglichst für gängigen Plattenformaten und Abmessungen, um Verschnitt und zusätzliche Kosten für Sonderanfertigungen zu vermeiden.
  • akustisch relevante Flächen gezielt planen: Belegen Sie nur die Bereiche, in denen eine Schallabsorption tatsächlich benötigt wird. Deckensegel oder einzelne Absorber können eine kostengünstige Ergänzung sein.
  • mehrere Angebote vergleichen: Holen Sie mehrere Angebote von verschiedenen Fachbetrieben aus Ihrer Region ein und lassen Sie Material- und Arbeitskosten getrennt ausweisen. So lassen sich die einzelnen Positionen besser vergleichen.

Kosten für eine Akustikdecke senken: steuerlichen Handwerkerbonus nutzen

Bei einer Akustikdecke in einem selbst genutzten Haushalt können Sie die Handwerkerkosten unter den Voraussetzungen des § 35a Abs. 3 EStG steuerlich geltend machen. Aktuell sind 20 Prozent der begünstigten Aufwendungen bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro pro Jahr absetzbar. Voraussetzung für den Steuervorteil ist unter anderem, dass die Handwerkerleistung in Ihrem Haushalt ausgeführt und die Rechnung unbar bezahlt wird. 

INFO
Für 2027 ist eine Änderung dieser Steuerermäßigung geplant. Nach dem Regierungsentwurf zur Einkommensteuerreform 2027 soll der absetzbare Anteil von 20 auf 15 Prozent sinken. Gleichzeitig soll der jährliche Höchstbetrag von 1.200 auf 900 Euro reduziert werden. [2]

Gibt es Förderungen für den Einbau einer Akustikdecke?

Eine direkte Förderung für den Einbau einer Akustikdecke gibt es in der Regel nicht. Wird die Deckenkonstruktion jedoch mit einer energetischen Sanierungsmaßnahme kombiniert, können je nach Vorhaben andere Förderprogramme infrage kommen. So werden bestimmte energetische Sanierungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt. Ob die konkrete Maßnahme förderfähig ist, hängt von den jeweiligen technischen Anforderungen und dem Förderprogramm ab. Informieren Sie sich deshalb vor Beginn der Arbeiten über die aktuellen Voraussetzungen und beachten Sie, dass sich die Förderbedingungen ändern können. Ein Profi kann Sie dazu individuell beraten und zeigen, an welchen Stellen sich sinnvoll Kosten reduzieren lassen, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen.



Fazit

Eine Akustikdecke verbessert die Raumakustik und reduziert den Nachhall. Die Kosten hängen vor allem vom gewählten Deckensystem, der Raumgröße, der Deckenhöhe, dem Material und zusätzlicher Technik ab. Je nach Konstruktion stehen unterschiedliche Materialien und Ausführungen zur Verfügung, die sich hinsichtlich Schallabsorption, Optik und Montageaufwand unterscheiden. Mineralfaserplatten zählen meist zu den kostengünstigeren Lösungen, während gelochte Gipskartondecken oder hochwertige Holzsysteme höhere Kosten verursachen können. Entscheidend für die akustische Wirkung sind eine passende Planung, die richtige Dimensionierung und eine fachgerechte Montage.

Akustikdecke Preis pro m2: Häufig gestellte Fragen

Sind Akustikdecken auch für Feuchträume geeignet?

Akustikdecken eignen sich auch für Feuchträume, sofern die verwendeten Platten und die Unterkonstruktion auf die jeweilige Feuchtebelastung abgestimmt sind. Die dafür erforderlichen Materialien sind in der Regel teurer als herkömmliche Varianten. Dafür stehen beispielsweise feuchtebeständige Gipsplatten oder spezielle Mineralfaserplatten zur Verfügung. Je nach Einsatzbereich sind zudem Anforderungen an Belüftung und Korrosionsschutz zu beachten.

Wie stark senkt eine Akustikdecke den Lärm im Raum?

Eine Akustikdecke reduziert nicht die Schallquelle selbst, sondern absorbiert einen Teil des auftreffenden Schalls. Wenn also Schall auf die Oberfläche der Decke wird die Nachhallzeit gezielt verkürzt. Dadurch nimmt der Raumschallpegel ab, die Sprachverständlichkeit verbessert sich und störende Schallreflexionen werden reduziert. Wie stark die Wirkung ausfällt, hängt unter anderem von der Schallabsorption der Decke, der belegten Fläche und den akustischen Eigenschaften des Raums ab.

Kann eine Akustikdecke selbst montiert werden?

Einfache Systeme lassen sich mit handwerklichem Geschick selbst montieren, insbesondere wenn die Unterkonstruktion bereits fachgerecht ausgeführt wurde. Die Herstellung der Unterkonstruktion, die Befestigung an der Rohdecke und die Montage fugenloser Gipskartondecken erfordern dagegen mehr Erfahrung. Fehler bei der Ausrichtung, Befestigung oder Oberflächenbearbeitung können die Optik und die akustische Wirkung beeinträchtigen.

Wie viel Raumhöhe nimmt eine Akustikdecke in Anspruch?

Der Höhenverlust hängt von der Konstruktion, der Unterkonstruktion und einer zusätzlichen Dämmauflage ab. Flach montierte Systeme benötigen nur wenige Zentimeter, während stärker abgehängte Decken entsprechend mehr Raumhöhe beanspruchen. Bei niedrigen Räumen bieten sich daher direkt montierte Systeme an, die je nach Ausführung auch an der Wand ergänzt werden können, oder besonders schlanke Akustikpaneele.

Quellen

[1] TÜV Rheinland Akademie. „Warum sind Schallschutz und Raumakustik so wichtig?“ TÜV Rheinland Akademie, https://akademie.tuv.com/blog/warum-sind-schallschutz-und-raumakustik-so-wichtig-. Zugegriffen 1. Oktober 2026.

[2] Bundesministerium der Finanzen. „Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027.“ Bundesministerium der Finanzen, 2. September 2026, 0 Gesetz.html. Zugegriffen 1. Oktober 2026.

Über unsere*n Autor*in
Kathrina Haunfelder
Kathrina studiert zurzeit Technikjournalismus und Technik-PR. Im Studium eignete Sie sich bereits die grundlegenden Kompetenzen in den Bereichen Print-, Online-, Hörfunk- und TV-Journalismus mit dem Schwerpunkt Technik an. Vor ihrem Studium absolvierte Sie eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin.